Belastungsgrenze

Frage: Ich unterhalte durch meine Arbeit meinen Mann und zwei Kinder. Wann ist für uns die Obergrenze für Zuzahlungen erreicht? Gibt es Freibeträge?

Antwort: Ja, gibt es. Jeder Versicherte hat pro Kalenderjahr Zuzahlungen höchstens in Höhe von bis zu 2% seiner jährlichen Bruttoeinnahmen zu entrichten. Für schwerwiegend chronisch Kranke gilt eine Belastungsgrenze von 1%. Grundlage für die Berechnung Ihrer Belastungsgrenze sind die Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt aller Familienangehörigen. Zu den Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt zählen alle Einnahmen, die zur Bestreitung Ihres Lebensunterhalts bestimmt sind und gegenwärtig zur Verfügung stehen.

Auf Familien wird dabei durch die Gewährung von Freibeträgen besonders Rücksicht genommen. Sie können für Ihren Ehemann einen sich jährlich mit der Lohnentwicklung verändernden Freibetrag von den Bruttoeinnahmen abziehen: im Jahr 2004 sind das 4.347 Euro. Hinzu kommen Freibeträge für jedes Kind in Höhe von 3.648 Euro. Aus den Bruttoeinnahmen abzüglich der Freibeträge errechnet sich Ihre Belastungsgrenze von 2%. Sobald diese erreicht ist, müssen Sie und Ihre Familie für den Rest des Kalenderjahres keine Zuzahlungen mehr leisten.

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